Meine Hygieneprüfung durchs Gesundheitsamt: So lief es wirklich

Kaum ein Termin sorgt bei Heilpraktikerinnen für so viel Herzklopfen wie die Hygieneprüfung. Ich kann dir sagen: Bei mir war das nicht anders. Ich war vorher super aufgeregt. Im Nachhinein kann ich aber ganz ehrlich sagen, dass die Aufregung viel größer war als nötig. Deshalb nehme ich dich heute einmal mit und erzähle dir, wie die Prüfung in meiner Praxis abgelaufen ist.

Du hörst lieber zu, statt zu lesen? Dann hör direkt in unsere Podcastfolge rein. Darin erzähle ich dir ganz persönlich, wie ich die Prüfung erlebt habe.

Wer kam und was wurde zuerst geprüft?

Zu mir kamen drei Frauen vom Gesundheitsamt. Wir haben uns zusammen in meinen Praxisraum gesetzt, und eine von ihnen hat als Erstes die Heilpraktikerzulassungen geprüft. Sie hat also geschaut, ob alle, die bei mir behandeln, auch wirklich eine Zulassung haben. Die Urkunden wurden angeschaut und mir direkt wieder zurückgegeben. Das ging ganz schnell.

Ein Gespräch statt Verhör

Danach haben sich die drei meinen Hygieneplan angeschaut und mir ein paar Fragen gestellt, zum Beispiel seit wann es die Praxis gibt und wie unsere Abläufe sind. Ich hatte mit einer ziemlich strengen Situation gerechnet, aber es war ein richtig nettes Gespräch. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt wie im Verhör gefühlt.

Mein Hygieneplan basiert übrigens auf unserer eigenen Vorlage, und die hat sich in der Prüfung richtig bewährt. Wenn du gerade deine Praxis aufbaust oder deinen Hygieneplan noch vor dir hast: Alle, die unser Programm Therapiestart 2.0 buchen, bekommen genau diese Hygieneplan-Vorlage mit dazu.

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Der Rundgang durch die Praxis

Im Anschluss ging es Raum für Raum durch die Praxis. Die Behandlungsräume, das Archiv, das Labor, die WCs und auch unser Kühlschrank wurden angeschaut. Dabei wurde genau hingeschaut, wie Materialien gelagert werden und ob alles gut nachvollziehbar organisiert ist.

Ein paar Dinge wurden angemerkt, und die waren wirklich überschaubar. Zum Beispiel sollte ich im Hygieneplan kennzeichnen, welche Abschnitte auf meine Praxis nicht zutreffen. Außerdem sollten die Regalfächer klarer aufgeteilt werden, damit man sofort sieht, was wo liegt und welches Material zu welcher Therapeutin gehört. Für unseren Kühlschrank, in dem wir Medikamente und kühlpflichtigen Bedarf lagern, sollten wir ein digitales Thermometer anschaffen, das die Temperatur durchgehend aufzeichnet. Ich nutze jetzt dieses Thermometer, das die Werte in einer App speichert.

Es gab aber auch richtig schönes Feedback. Unser Handtuchsystem auf den WCs kam super an, und für die Lösung im Therapeuten-WC, bei der jede Therapeutin ihren eigenen Haken und ihr eigenes Handtuch hat, gab es sogar ein “vorbildlich”. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich gefreut.

Und dann? Zeit zum Nachbessern

Das Wichtigste vorweg, falls du gerade genauso nervös bist wie ich damals: Wenn etwas angemerkt wird, heißt das nicht, dass du sofort in Schwierigkeiten steckst. Nach der Prüfung bekommt man Zeit, die angesprochenen Punkte umzusetzen. Vieles davon habe ich ganz entspannt nachgeholt, einiges war sogar schon in Arbeit, zum Beispiel unser neues Regal fürs Archiv, das zum Zeitpunkt der Prüfung einfach noch nicht aufgebaut war.

Gut zu wissen: Jedes Gesundheitsamt prüft anders

Meine Erfahrung bezieht sich auf das Gesundheitsamt Freiburg. Was genau geprüft wird, kann sich je nach Bundesland und Gesundheitsamt unterscheiden. In manchen Bundesländern muss man zum Beispiel abwaschbare Wandfarbe nachweisen, das wurde bei mir gar nicht kontrolliert. Informier dich also am besten, welche Vorgaben bei dir vor Ort gelten.

Mein Fazit

Mit einem sauberen Hygieneplan und einer gut organisierten Praxis bist du schon richtig gut aufgestellt. Die Prüfung ist kein Termin, vor dem du Angst haben musst. Bei mir war es ein freundlicher Austausch mit ein paar hilfreichen Hinweisen, die unsere Praxis am Ende sogar noch ein bisschen besser gemacht haben.

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